Perniziöse Anämie

Die perniziöse Anämie ist das Endstadium einer Autoimmun-Gastritis und führt zur Zerstörung der Magenschleimhaut.

Nur ein kleiner Prozentsatz (10 - 15 %) der Patienten mit einer Autoimmun-Gastritis entwickelt eine perniziöse Anämie. Trotzdem stellt die perniziöse Anämie bei einer geschätzten Prävalenz von 1,9 % bei westlichen Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und mehr die häufigste Ursache für Vitamin-B12-Mangel dar.

Auch wenn sie bis zum Endstadium "ruhig" bleibt, kann die Magenläsion schon Jahre vor der klinischen Manifestation durch immunologische Marker für die Magenautoimmunität erkannt werden. Die Gastritis führt zu einem Mangel des Intrinsic-Faktors, einem Protein, das sich schnell an das Vitamin B12 bindet und dessen Transport zum terminalen Ileum zur Absorption fördert. Daher drückt sich die Gastritis klinisch auch als Vitamin-B12-Mangel in Zusammenhang mit megaloblastischer Anämie aus. Die Anämie war in der Tat "perniziös", als sie das erste Mal entdeckt wurde, wird heute aber durch eine Vitamin-B12-Behandlung gut kontrolliert.