ImmunoCAP Spezifisches IgE

ImmunoCAP Spezifisches IgE bietet mehr als 650 Allergene und 90, Allergenkomponenten an.

ImmunoCAP Allergene und ImmunoCAP Allergenkomponenten 
|  ImmunoCAP Phadiatop/Phadiatop Infant (CH)

Die Quantifizierung der IgE-Antikörper mit ImmunoCAP Spezifisches IgE hilft bei der Diagnosestellung bei Allergiepatienten. Hier können Sie mehr zum klinischen Nutzen, den erwarteten Testergebnissen und dem Testprinzip von ImmunoCAP Spezifisches IgE erfahren.

ImmunoDiagnostics bietet über 650 unterschiedliche Allergene und 90 Allergenkomponenten für die quantitative Bestimmung von allergen-spezifischen IgE-Antikörpern. IgE-Antikörper sind im Humanserum und -plasma nach der Sensibilisierung auf ein spezifisches Allergen enthalten. Die Messung der zirkulierenden IgE-Antikörper ermöglicht eine objektive Bewertung der Sensibilisierung auf ein Allergen. Im Allgemeinen zeigen niedrige IgE-Antikörperwerte eine geringe Wahrscheinlichkeit einer klinischen Erkrankung an. Hohe Antikörperwerte für ein Allergen zeigen einen guten Zusammenhang mit klinischen Symptomen an. 

Der klinische Nutzen von quantitativen Tests

Für den Arzt

  • Die Produktion der IgE-Antikörper kann in einem frühen Stadium als Anzeichen einer Sensibilisierung erkannt werden, und das bevor sich klinische Symptome ausgebildet haben
  • Identifiziert die Allergene, die zu den allergischen Symptomen beitragen
  • Hilft beim Monitoring der Allergie
  • Bietet zusammen mit Anamnese und körperlicher Untersuchung Unterstützung bei der Diagnose und Behandlung 

Für das Labor

  • Quantitativer Messbereich von 0,1 - 100 kUA/l
  • Intra-Assay Variationskoeffizient  (% CV) vergleichbar mit bioklinischen chemischen Immuntests
  • Ausgezeichnete Reproduzierbarkeit über die Zeit, sowie zwischenSystemen, Labors und Personen

Probengewinnung und Handhabung

  • Es können Serum und Plasmaproben (EDTA oder Heparin) aus venösem oder Kapillar-Blut verwendet werden
  • Die Blutproben unter Anwendung von Standardverfahren entnehmen
  • Bei Raumtemperatur (RT) dürfen die Proben ausschließlich für Transportzwecke aufbewahrt werden
  • Bei 2 - 8 °C für maximal eine Woche lagern, sonst bei -20 °C einfrieren
  • Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden

Hinweis: Blutproben zur Testung von Medikamenten und Insektengiften müssen während oder in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum allergischen Ereignis entnommen werden, vorzugsweise nicht später als 6 Monate nach dem Allergenkontakt. Wenn das Testergebnis negativ ist und eine IgE-vermittelte Reaktion stark vermutet wird, dann ist es empfehlenswert, den Test nach 5 bis 6 Wochen mit einer neuen Blutprobe zu wiederholen.

Erwartete Werte 

ImmunoCAP Spezifisches IgE misst IgE-Antikörper im Bereich von 0 bis 100 kUA /l, wobei A für allergen-spezifische Antikörper steht. Das Ergebnis wird quantitativ angegeben. In der klinischen Praxis wird 0,35 kUA /l normalerweise als Cut-off genutzt. Die Sensitivität liegt im Bereich von 84 - 95 % und die Spezifität im Bereich von 85 - 94 %. Sensitivität und Spezifität wurden in multizentrischen Studien ermittelt, mit mehreren hundert Patienten, die auf eine Reihe von unterschiedlichen Allergenen getestet wurden. 

 

ImmunoCAP Allergene und ImmunoCAP Allergenkomponenten

Eine Allergiediagnose basiert auf einer detaillierten Anamnese, klinischer Untersuchung und den Ergebnissen des IgE-Tests.

Kenntnisse der spezifischen IgE-Antikörperspiegel bieten Hilfe bei:

  • Entwicklung einer geeigneten Allergenvermeidungsstrategie
  • Überprüfung einer Toleranzentwicklung (Nahrungsmittelallergie, spezielle Immunotherapie)
  • Optimierten individuellen medizinischer Behandlungsplänen
  • Überweisungen zum Facharzt

Klinischer Nutzen von ImmunoCAP Allergenen 

Die Ergebnisse der spezifischen IgE-Bestimmung mit ImmunoCAP Allergenen können eine Allergie bestätigen oder ausschließen, wenn die Testergebnisse negativ sind. Die relevanten Allergene können ermittelt werden. Die Ergebnisse können außerdem beim Monitoring der IgE-Spiegel im zeitlichen Verlauf hilfreich sein. Die Produktion von IgE-Antikörpern kann in einem frühen Stadium als Anzeichen einer Sensibilisierung erkannt werden, bevor sich klinische Symptome herausgebildet haben. Dies unterstützt die Behandlung von Patienten mit folgendem Risiko:

  • Allergischer Marsch  - Entwicklung von Hautsymptomen zu Atemwegssymptomen
  • Verschlechterung - Entwicklung von leichten Symptomen zu schweren Symptomen
  • Chronizität - Entwicklung von periodisch auftretenden Symptomen zu beständigen Symptomen

Klinischer Nutzen von ImmunoCAP Allergenkomponenten 

Aus einer Allergenquelle können einzelne Allergenkomponenten isoliert werden. Die Sensibilisierung auf diese Komponenten wird einzeln in separaten Tests gemessen, um auf der molekularen Ebene bestimmen zu können, auf welche Komponenten der Patient sensibilisiert ist. Diese Informationen liefern die Grundlage für eine präzisere Allergiediagnose.

Allergenkomponenten sind Proteine, die auf Grund von strukturellen und biochemischen Ähnlichkeiten in verschiedene Proteinfamilien unterteilt werden. Jede Proteinfamilie hat bestimmte Eigenschaften. Je nachdem zu welcher Proteinfamilie ein Allergen gehört, können Rückschlüsse auf die Auswirkung einer Sensibilisierung geschlossen werden. Die Allergenkomponenten sind in den Quellen in unterschiedlichen Mengen vorhanden und sie verfügen außerdem über unterschiedliche Stabilitäten. Einige Allergenkomponenten sind spezifisch, andere sind kreuzreaktiv.

Welchen Mehrwert bietet die molekulare Allergiediagnostik?

  1. Bewertung des klinischen Risikos für eine schwere Reaktion
    Die molekulare Allergiediagnostik ermöglicht es Ihnen, das Risiko auf schwere Reaktionen in Zusammenhang mit der Sensibilisierung einzuschätzen. Die Sensibilisierung auf verdauungs- und hitzestabile Allergenkomponenten können systemische und auch lokale Reaktionen hervorrufen, wohingegen die Sensibilisierung auf verdauungs- und hitzelabile Allergenkomponenten meist nur mit lokalen Reaktionen verbunden ist.
     
  2. Abklärung von Kreuzreaktivität
    Eine Unterscheidung von Primärsensibilisierungen auf spezifische Allergenkomponenten und Sensibilisierungen, die durch kreuzreaktive Antikörper hervorgerufen werden, ist möglich. Dies ist für die Patientenbehandlung und für die richtige Vermeidungsstrategie von großer Bedeutung. In den Fällen, in denen nur kreuzreaktive Sensibilisierungen festgestellt werden, sollen weitere Tests zur Bestimmung der Primärsensibilisierung durchgeführt werden.
     
  3. Auwswahl der geeigneten spezfischen Immuntherapie für Ihre Patienten
    Das Finden der Primärsensibilisierung auf spezifische Allergenkomponenten ist für eine erfolgreiche spezifische Immuntherapie von größter Bedeutung. Eine spezifische Immuntherapie kann nur erfolgreich sein, wenn mit dem Allergen behandelt wird, das die Krankheit auch auslöst.

 

ImmunoCAP Phadiatop/Phadiatop Infant (CH)

Die Bestimmung von IgE-Antikörpern mit ImmunoCAP Phadiatop führt zu einer Bewertung von atopischen Patienten. Hier können Sie mehr zum klinischen Nutzen, den erwarteten Testergebnissen und dem Testprinzip von ImmunoCAP Phadiatop/Phadiatop Infant erfahren.

ImmunoCAP Phadiatop ist ein Bluttest zur Unterscheidung zwischen atopischen und nicht atopischen Patienten. Die Ergebnisse zeigen eine hohe oder niedrige Wahrscheinlichkeit für eine Atopie. Ein negatives Ergebnis zeigt an, dass die Symptome nicht durch die häufigsten Umweltallergene hervorgerufen werden, so dass der Arzt nach anderen Ursachen suchen kann.

Bei jüngeren Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren steht die allergische Sensibilisierung meist eher in Zusammenhang mit Nahrungsmittelallergenen (z.B. Eier, Milch, Fisch, Sojabohnen und Erdnüsse) als mit Inhalationsallergenen. Antikörper gegen Inhalationsallergene, z.B. Hausstaubmilben und Haustiere, können aber auch in jungen Jahren auftreten. Daher ist eine Kombination aus Phadiatop und den häufigsten Nahrungsmittelallergenen empfohlen, wenn Kinder auf Atopie getestet werden.

Klinischer Nutzen

Phadiatop und Phadiatop Infant sind Tests für die Bestimmung einer Atopie mit semiquantitativen oder qualitativen Ergebnissen.  

Semiquantitative Ergebnisse

Phadiatop Ergebnisse werden als Phadia Arbitrary Units/l (PAU/l) als Grad der Sensibilisierung angegeben. Ein Phadiatop PAU/l-Wert über der Quantifizierungsgrenze zeigt an, dass der Patient atopisch (positiv) ist, d.h. es wurden messbare Mengen von spezifischen IgE-Antikörpern gegen allgemeine Inhalationsallergene gefunden. Ein Phadiatop PAU/l-Wert unter der Quantifizierungsgrenze zeigt an, dass der Patient nicht atopisch (negativ) ist, d.h. es wurden keine Mengen an spezifischen IgE-Antikörpern gemessen. Höhere Phadiatop PAU/l-Werte zeigen einen höheren Grad der Sensibilisierung an, d.h. höhere Mengen von spezifischen IgE-Antikörpern gegen allgemeine Inhalationsallergenen.

Qualitative Ergebnisse

Phadiatop Ergebnisse werden positiv oder negativ angegeben. Ein positives Phadiatop Ergebnis weist darauf hin, dass der Patient atopisch ist. Ein negatives Ergebnis indiziert, dass der Patient nicht-atopisch ist, d.h. nicht auf Inhalationsallergene sensibilisiert ist. Um die Konzentration der allergenspezifischen IgE-Antikörper zu bestimmen, wird empfohlen, die Probe mit den zugehörigen ImmunoCAP Allergenen erneut zu testen.

Die folgenden Ergebnisse wurden in klinischen Studien mit 836 Patienten mit Verdacht auf Allergie gewonnen:

Diagnose
Atopie/keine Atopie
 
ImmunoCAP Phadiatop Ergebnisse  
PositivNegativGesamt
Atopie 483 38 521
Keine Atopie 34 281 315
Gesamt 517 319 836

Sensitivität 93%
Spezifität 89 %

Für alle Tests wurde ein Cut-off von 0,35 kU/l angesetzt.

Wichtiger Hinweis

Wie bei allen diagnostischen Tests darf eine klinische Diagnose nicht nur auf dem Ergebnis eines einzelnen Testverfahrens basieren. Eine Diagnose sollte vom Arzt erst nach Auswertung aller Untersuchungs- und Laborbefunde gestellt werden.

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