Bindegewebserkrankungen

Profiles

Produkte

Artikelnr.

Anzahl von Tests

Varelisa ReCombi ANA Profile

184 96

10 Profile

Varelisa ANA Profile

183 96

10 Profile

Antigene

Antinukleare Antikörper binden intrazelluläre Antigene und sind serologische Kennzeichen von systemischen rheumatischen Erkrankungen. 1961 wurde gezeigt, dass unterschiedliche Immunofluoreszenzmuster unterschiedlichen Antikörper-Spezifitäten und somit auch speziellen Erkrankungen entsprechen. In ELISA können nukleare Antigene zur Erkennung dieser ANA-Spezifitäten, die für die Diagnose von rheumatischen Erkrankungen von besonderem Interesse sind, genutzt werden.

Antigene in Varelisa ReCombi ANA Profile:

dsDNA (rekombinante Plasmid-Doppelstrang-DNA)
U1RNP (human rekombinant 70 kDa, A und C)
Sm

(synthetisches SmD-Peptid)

SS-A/Ro (human rekombinant 52 kD und 60 kD)
SS-B/La

(human rekombinant)

Scl-70 (humane rekombinante Topoisomerase 1)
CENP (humanes rekombinantes CENP-B)
Jo-1 (humane rekombinante Histidyl-tRNA-Synthetase)


Antigene in Varelisa ANA Profile:

RNP70 (human rekombinant U1 snRNP 70 kD)
U1RNP (human rekombinant U1 snRNP 70 kD, A, C)
Sm

(synthetisches Sm D-Peptid)

SS-A/Ro (human rekombinant 52 kD und 60 kD)
SS-B/La

(human rekombinant)

Scl-70 (humane rekombinante Topoisomerase 1)
CENP (humanes rekombinantes CENP-B)
Jo-1 (humane rekombinante Histidyl tRNA-Synthetase)


Krankheitsassoziation, Antikörperprävalenz und Spezifität

Autoantigen

Erkrankung und Prävalenz

Klinische Bedeutung

Ref.
dsDNA

Aktive SLE mit Beteiligung der Niere: >95 %
ohne Beteiligung der Niere: 50-70%
Inaktive SLE: <40%

Spezifischer Marker bei SLE; korreliert mit Aktivität der Erkrankung (Überwachung), Marker für Gewebeschädigung
dsDNA-Antikörper sind mit einem erhöhten Risiko für Nephritis verbunden.
1
RNP
(70 kDa, A, C)
SLE: 30 - 40 %
MCTD: 100 %
U1 snRNP Antikörper zeigen eine gute Prognose hinsichtlich der Entwicklung einer Beteiligung der Nieren, auch wenn sie in Kombination mit Sm auftreten.
MCTD wird durch hohe Konzentrationen von Anti-U1 snRNP definiert.
2
Sm D SLE: 10 - 30 % Sehr spezifischer Marker für SLE 2
SS-A/Ro
(52 kD, 60 kD)
SLE: 40 - 50 %
SS: 60 - 70 %
Mutter eines Kindes mit neonatalem Lupus
Hohes Risiko für einen neonatalen Lupus, falls die Mutter SS-A/Ro- (insbesondere wenn auf 52 kD gerichtet) und SS-B/La-Antikörper aufweist 3
SS-B/La SLE: 5 - 10 %
SS: 25 - 50 %
Mutter eines Kindes mit neonatalem Lupus: 60%
SS-B/La-Antikörper werden fast immer in Kombination mit Anti-SSA-Antikörpern gefunden; spezifischer für Sjögren-Syndrom als Anti-SS-A/Ro 3
Scl-70 Sklerodermie:
20 - 60 %
Sehr spezifischer Marker für Sklerodermie 3
Zentromer
(CENP-B)
CREST: 20-35 % Vorhanden bei Patienten mit Sklerodermie, in dem meisten Fällen die eingeschränkte Form. Auch bei Patienten mit primärer biliärer Leberzirrhose 3
Jo-1 Poly-/Dermatomyositis: 30 % Patienten zeigen oft eine Beteiligung der Lunge. Patienten, die sich positiv auf Jo-1-Antikörper zeigen, tendieren zu einer schweren Ausprägung der Erkrankung mit einem schlechten Ansprechen der Therapie 2

 

Aktivität der Erkrankung

Einzelne Antigene im Profil zeigen eine gute Korrelation zur Aktivität der Erkrankung, andere wiederum nicht. Zur Überwachung wird die Messung der einzelnen Spezifitäten empfohlen.

Wann wird eine Messung empfohlen?

Verdacht auf Bindegewebserkrankung

Antikörperisotypen

IgG

Referenzen

Conrad K, Schössler W, Hiepe F (2002)  |  Peter JB, Shoenfeld Y (1996)  |  Shoenfeld Y, Gershwin ME, Meroni PL (2007)  |  Venrooij WJ, Maini RN (1996)  |  Peene I, Meheus L, Veys EM, De Keyser F (2001)  |  Peng SL, Hardin JA, Craft J (1997)  

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