Milbenallergene

  d1 Hausstaubmilbe

Allergenbeschreibung

Dermatophagoides pteronyssinus

Familie:

Pyroglyphidae

Hausstaubmilben sind eine der weltweit häufigsten Ursachen einer allergischen Sensibilisierung. Dermatophagoides pteronyssinus, D. farinae und D. microceras kommen in den gleichen Gebieten vor, die relativen Anteile ihrer Verteilung variieren jedoch geografisch.

Milben haben eine Lebensdauer von ca. 2 bis 3 Monaten. Eine Milbe wird bis zu 0,3 mm groß. Sie leben in Hausstaub und gedeihen besonders gut bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Der Milbenkot scheint das eigentlche Allergen zu sein. Er hat ungefähr die Größe eines Pollenkorns und kann daher einfach über die Luft übertragen werden und in die Lungenalveolen eindringen.

Allergenexposition

Staub, Teppiche, Kissen, Matratzen und Polstermöbel, die biologisches Material, insbesondere menschliche Hautschuppen, enthalten, stellen Reservoirs für Hausstaubmilben dar. Weitere Expositionsquellen sind feuchte Häuser (> 45 % relative Luftfeuchte) oder Wohnungen in geringer Höhe über dem Meeresspiegel.

Kreuzreaktivität

Millbenallergene weisen sowohl gemeinsame als auch artspezifische Determinanten auf. Allergene Determinanten werden mit anderen Milben der Familie Pyroglyphidae geteilt und sind hoch kreuzreaktiv mit anderen Dermatophagoides-Arten. Es scheint eine beschränkte Kreuzreaktivität mit Vorratsmilben zu geben (Nicht-Pyroglyphidae). Einige allergene Milbenproteine, z.B. Tropomyosin, sind umfassend kreuzreaktiv mit Wirbellosen, z.B. Garnelen, Schnecken, Schaben und Zuckmücken.

Klinische Erfahrungen

IgE-vermittelte Reaktionen

Studien zu hausstauballergischen Personen in aller Welt haben gezeigt, dass Hausstaubmilben eine der häufigsten Ursachen für Symptome wie ganzjähriges Asthma, Rhinitis und Konjunktivitis, häufig mit nächtlichen oder frühmorgendlichen Episoden, sind.

Es ist nachgewiesen, dass die Reduzierung der Milbenallergenkonzentration eine wesentliche Verbesserung der Asthmasymptome bewirken kann. Bisher scheint eine Absenkung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur zusammen mit einem hohen Maß an Sauberkeit die einzige effiziente Methode zur permanenten Reduzierung von Hausstaubmilbenallergenen zu sein.