ImmunoCAP - ein quantitativer Allergietest

Ein quantitatives IgE-Testergebnis für Patienten mit einem Verdacht auf eine Allergie eröffnet wichtige neue Möglichkeiten. Zusammen mit der Anamnese und einer ärztlichen Untersuchung können Sie nun die bestmögliche Behandlung planen. Manchmal können Sie eine Allergie als Ursache ausschließen und damit Sorgen und nicht erforderliche Diäten reduzieren!

Wert der quantitativen Ergebnisse

Die ImmunoCAP Testergebnisse zeigen die spezifischen IgE-Antikörperkonzentrationen des Patienten. Die können Sie bei der Bewertung unterstützen, welche Allergene die wichtigste Ursache für Symptome darstellen. Ebenso können Änderungen des IgE-Profils des Patienten über die Zeit nachverfolgt werden.

So kann:

  • die Entwicklung der Erkrankung eingeschätzt und nachverfolgt werden
  • die medizinische Behandlungsstrategie optimiert werden
  • die Toleranzentwicklung bewertet werden (Nahrungsmittelallergie, spezielle Immunotherapie)
  • nicht erforderliche Diäten zu vermieden werden

Höheres IgE – stärkere Symptome

Basierend auf Tausenden von Testergebnissen zeigt die abgebildete Kurve, was ein allergenspezifischer IgE-Antikörperwert in Bezug auf Symptome bedeuten kann. Als allgemeine Regel gilt, dass ein höherer IgE-Antikörperwert auch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Symptomen erhöht.

 

 

 

Eine Person kann jedoch auch geringe IgE-Antikörperkonzentrationen haben und trotzdem Symptome im Zusammenhang mit der Exposition zum betreffenden Allergen zeigen.

Eine abschließende Diagnose muss immer auf einer Kombination aus IgE-Testergebnissen, einer körperlichen Untersuchung und der Anamnese des Patienten basieren.

 

 

Die Symptome treten individuell unterschiedlich auf

Der Zeitpunkt, wann sich die Symptome durch eine Allergie zeigen, ist von Person zu Person unterschiedlich. Der Zeitpunkt ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, darunter:

  • Dem Ausmaß der Exposition
  • Den IgE-Antikörperkonzentrationen
  • Der klinischen Reaktivität der Person

 

 

 

Faktoren, die vor einer Diagnose berücksichtigt werden müssen

Vor der endgültigen Diagnose sollen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Kenntnis über die folgenden Themen gibt Ihnen ein besseres Gesamtbild über die Situation des Patienten.

Alter

Kinder unter zwei Jahren können an allergischen Erkrankungen leiden, obwohl sie geringere Konzentrationen von allergenspezifischen IgE-Antikörpern zeigen als ältere Personen.

Grad der Atopie

Patienten mit einer familiären Veranlagung für eine Allergie haben ein höheres Risiko, eine Allergie zu entwickeln.  Der Großteil der allergischen Kinder hat jedoch nicht allergische Eltern.

Allergenbelastung

Berücksichtigen Sie die gesamte Allergensensibilisierung, auch wenn nur eines oder wenige Allergene zum Zeitpunkt der Untersuchung wichtig erscheinen. Verschiedene Sensibilisierungen können sich summieren, es kann durchaus die unwahrscheinlichste Sensibilisierung sein, die zur Entwicklung von Symptomen führt. Polysensibilisierungen zeigen ein höheres Risiko für eine Entwicklung einer schweren allergischen Erkrankung an.

Art des sensibilisierenden Allergens

Einige Allergene (z.B. Erdnuss und Baumnüsse) werden als besonders gefährlich erachtet, da sie häufiger schwere Symptome, wie z.B. Anaphylaxie und Asthma, hervorrufen können.

Vorherige Symptome

Wenn der Patient bereits Symptome wie Ekzem, Asthma und/oder Anaphylaxie in der Vergangenheit gezeigt hat, dann müssen selbst geringe IgE-Antikörperkonzentrationen berücksichtigt werden.

Andere auslösende Faktoren

Bakterielle und virale Infektionen sowie Umweltverschmutzung können häufig bei allergischen Patienten Symptome auslösen.

Das Einbeziehen der voranstehenden Aspekte in Verbindung mit der Anamnese und der körperlichen Untersuchung ergibt eine genaue Allergieuntersuchung, die ein sehr informatives Gesamtbild widergibt. Das ImmunoCAP spezifische IgE-Testergebnis stellt eine sichere und wissenschaftliche Grundlage für korrekte Diagnose, Prognose und Nachsorge des allergischen Patienten dar.

Literatur

  • Söderström L et al. A further evaluation of the clinical use of Specific IgE antibody testing in allergic diseases. Allergy 2003;58:921-8
  • Sampson HA. Utility of food-specific IgE concentrations in predicting symptomatic food allergy. J Allergy Clin Immunol 2001;107:891-6